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Praktikumsberichte

von Jessica Rödl

Ich habe im September 2019, im Zuge meiner Logopädie-Ausbildung, in der Sprachsonne mein vierwöchiges Praktikum gemacht. Es war dabei für mich sehr von Vorteil, dass ich bereits das zweite Jahr meiner Ausbildung abgeschlossen und somit alle Störungsbilder im Unterricht kennengelernt habe. Die Sprachsonne bietet sich vor allem für Praktika im Bereich der neurologischen Störungsbilder und für Autismus-Spektrums-Störungen an. Doch ich habe in meiner Praktikumszeit eigentlich von allem ein bisschen sehen können.

In die Praxis kommen hauptsächlich Kinder aber auch Patienten mit Hörsystemen oder aus dem Therapiebereich Stimme. Da es aber für viele Patienten sehr schwer bis unmöglich ist in die Praxis zu kommen, gibt es auch Hausbesuche. Diese sind für Patienten aus den neurologischen Störungsbildern, wie zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder Wachkoma-Patienten eine große Erleichterung. 

Für mich war das Praktikum sehr lehrreich und interessant. Ich konnte viel von den bereits gelernten Unterrichtsinhalten in den Therapien wiederentdecken und so Theorie und Praxis verknüpfen. Außerdem habe ich auch einen typischen Praxisalltag kennengelernt, in dem es auf Flexibilität und Einfallsreichtum ankommt. So müssen zum Beispiel immer wieder Termine verlegt oder umgeplant werden, wenn ein Patient krank wird oder die Logopädie sich mit anderen Therapien überschneidet. Auch in der Stunde kann man nicht immer an seinen Planungen festhalten. Hatte ein Kind beispielsweise einen anstrengenden Tag und ist erschöpft, muss das Anforderungsniveau der Übungen angepasst werden. So wurde mir schnell bewusst, dass die Arbeit in einer Praxis sich doch sehr von dem Schulalltag unterscheidet. Man kann eben nicht mit jedem Patienten das ausgewählte Therapiekonzept Schritt für Schritt durchführen, sondern muss jede Stunde neu entscheiden, was gerade das Beste für den Patienten ist und was ihm gerade hilft. Manchmal kann es hilfreich sein vom Konzept abzuweichen oder zwei Konzepte zu kombinieren. In der Therapie sollte also immer der Patient mit seinen Bedürfnissen im Vordergrund stehen und nicht das Therapiekonzept. 

Ich durfte in meiner Zeit in der Sprachsonne sehr viele schöne Erfahrungen machen, ich habe auch viele nette Menschen kennen gelernt, ebenso wie ihre Schicksale. Denn meist sind die Gründe für eine logopädische Therapie nicht sehr erfreulich. Doch es ist ein einzigartiges Gefühl, wenn man diesen Patienten und ihren Angehörigen weiterhelfen kann und das Leben und deren Alltag etwas erleichtert. Selbst wenn sie nur die Möglichkeit bekommen sich ihre Sorgen von der Seele reden zu können, ohne dass jemand sie belehrt oder dafür verurteilt. 

Man lernt in diesem Beruf die kleinen Dinge zu schätzen. So freut man sich über ein einziges Wort, eine gezielte Reaktion oder auch nur, wenn es nicht schlechter geworden ist. 

Ich habe mich in der Sprachsonne sehr wohl gefühlt und fand das Praktikum wirklich schön. Denn ich wurde in die Therapien miteinbezogen und durfte auch mal selbst therapieren. Wenn ich Fragen hatte oder nicht weiter wusste habe ich mich immer an Lisa Stahn wenden können. In dieser Zeit habe ich viel gelernt und bin mir noch sicherer geworden, dass dies der richtige Beruf für mich ist. 

 

Vielen Dank dafür! 

von Melissa Hofbauer

Im Rahmen meiner Ausbildung zur Logopädin bewarb ich mich im Jahr 2018 um einen Praktikumsplatz (Schwerpunkt: Kindersprache) bei Lisa Stahn, die ihre Logopädische Praxis Sprachsonne erst eine Woche zuvor eröffnete. Dass sie sich dennoch für eine Praktikantin entschied, hat mich bereits positiv überrascht. Somit gab sie mir die Möglichkeit, den Praxisaufbau, mit allem was dazugehört, von Beginn an mitzuverfolgen. Sie dabei begleiten zu dürfen, war eine sehr spannende und interessante Erfahrung. Da ich mich zu dieser Zeit im ersten Lehrjahr befand, konnte ich sehr viel Neues von Lisa Stahn lernen und aus dem Praktikum mitnehmen. Durch das Praktikum habe ich einen Einblick in die verschiedenen Bereiche und Tätigkeiten eines Logopäden/einer Logopädin bekommen. Ich habe viele Patienten mit unterschiedlichen Störungsbildern erlebt (Sprachentwicklungsstörungen bei mono- und bilingualen Kindern, phonetisch-phonologische Störungen, myofunktionelle Störungen, globale Entwicklungsstörungen, Aphasien, Dysphagien, Dysarthrien, sowie Patienten mit Cochlea-Implantaten). Während der Therapieeinheiten hospitierte ich und brachte mich mit ein, indem ich einzelne Sequenzen, z.B. im Freispiel, übernahm. Durch die gemeinsame Gestaltung der Therapieeinheiten erhielt ich neue Ideen zur Umsetzung der Feinziele sowie deren Spielverpackung und konnte mich darin üben. Die Raumgestaltung, in den Farben Gelb und Grün, ist hell und freundlich, wirkt einladend und schafft eine gute Arbeitsatmosphäre für Therapeutin und Patient. Die Praxis ist gut ausgestattet und verfügt über ansprechende Materialien, die bspw. in der Therapie mit Kindern eingesetzt werden und die taktil-kinästhetische Wahrnehmung fördern (Klangbaum mit Murmeln, kinetischer Sand, Kuscheltiere, Sitzsack, Malutensilien, Seifenblasen, Schrank voller Spiele, etc.). Patienten, die die Praxis nicht selbst erreichen können, wurden meist am Morgen als Hausbesuch gefahren. Auch bei Anamnesen und Diagnostiken konnte ich hospitieren. Unter Anleitung von Lisa Stahn und anhand der Patholinguistischen Diagnostik bei Sprachentwicklungsstörungen (PDSS) durfte ich auch selbst Diagnostiken durchführen, um praktische Erfahrung zu sammeln. Darüber hinaus gewann ich Kenntnis über die Organisation einer Logopädischen Praxis. Darunter die Terminvergabe, die Buchhaltung, das Verordnungsmanagement, das Schreiben von Berichten und Verlaufsdokumentationen, sowie das Führen des Fahrtenbuches.                                                                                                    

 Die Praxisinhaberin Lisa Stahn habe ich als sehr kompetente und qualifizierte Logopädin erlebt, die über ein großes logopädisches Wissen und darüber hinaus, verfügt. Sie ist sehr engagiert und geht individuell auf jeden Patienten ein. Der Umgang mit den Patienten ist sehr angenehm, herzlich und auf Augenhöhe. Generell besteht ein gutes Therapeuten-Patienten-Verhältnis, welches relevant für das gemeinsame Arbeiten ist, um Fortschritte und Erfolge zu erzielen.

 

Abschließend lässt sich sagen: Während dem Praktikum in der Sprachsonne hatte ich eine tolle und lehrreiche Zeit, die mich in meiner logopädischen Laufbahn bestärkt und mir jede Menge Freude bereitet hat. Ich bin dankbar für die Erfahrungen, die ich bei Lisa Stahn sammeln konnte.